Warum gesunder Schlaf wichtig ist

 Warum gesunder Schlaf wichtig ist


Die meisten von uns Studierenden kennen es: Über den Tag waren wir viel zu faul um zu lernen oder allgemein produktiv etwas für unser Studium zu machen und genau deshalb werden zahlreiche Nachtschichten eingelegt. Doch sind diese tatsächlich auch förderlich? Können wir uns nachts den Stoff besser einverleiben? Und wie wirkt sich dies auf unsere Gesundheit aus?

Genau diese und noch weitere Fragen möchten wir euch in unserem Blogbeitrag beantworten und hoffen, dass wir euch damit weiterhelfen können.

 

Was bedeutet gesunder Schlaf überhaupt?

Kurz zusammengefasst bedeutet gesunder Schlaf schnell einschlafen zu können, die Nacht komplett durchschlafen und erholt, im Optimalfall auch nicht frühzeitig, aufzuwachen. Doch wie kann gesunder Schlaf gelingen? Um erholt aufzuwachen, sollte das Schlafzimmer ein ruhiger Rückzugsort sein, ohne störende Geräusche. Zudem sollte das Schlafzimmer dunkel sein, denn bei Dunkelheit wird das Hormon Melatonin ausgeschüttet, welches unseren Tag-Nacht-Rhythmus steuert und schlaffördernd wirkt.Temperatur und Luftfeuchtigkeit, beziehungsweise die Luftqualität spielen ebenfalls eine bedeutende Rolle. Hier ist eine Zimmertemperatur von ca. 18 Grad ist optimal. Außerdem sollte für genügend Sauerstoff im Schlafzimmer gesorgt werden, da wir natürlich auch im Schlaf atmen und für Stunden das Zimmer nicht verlassen. Im Laufe der Nacht verbrauchen wir eine Menge Sauerstoff, schlafend sind es circa 4,7 Liter Luft pro Minute. Der Sauerstoffgehalt der Luft sinkt also über die Nacht und dementsprechend steigt der CO2-Gehalt der Schlafzimmerluft. Zu viel CO2 in der Raumluft führt zu Beeinträchtigung der Gehirnleistung, Kopfschmerzen und erhöhter Atemfrequenz. Ein weiterer Effekt von zu viel CO2 in der Umgebungsluft ist Müdigkeit. Jetzt denkt nicht: ‘Ja, klasse! Dafür sind wir doch hier! Müdigkeit ist das perfekte Einschlafmittel!’ Wenn’s doch so einfach wäre! Hohe Luftqualität und damit eine geringe CO2-Konzentration sind essentiell für guten Schlaf, da nur dann der Körper alle Möglichkeiten zur Regenerierung hat. Vor dem Schlafen sollte also mindestens noch einmal gelüftet werden. Am besten wäre es, die ganze Nacht für frische Luft zu sorgen, ob mit gekipptem Fenster oder offener Zimmertür.


Weitere Tipps für einen besseren Schlaf


·       Macht es euch bequem. Sorgt dafür, dass ihr eine gute Matratze habt, auf der ihr gut schlafen könnt.

·      Gönnt euch und euren Augen vor dem Schlaf eine Auszeit von digitalen Displays. Da das von ihnen ausgesonderte Blaulicht die Ausschüttung von oben genanntem Melatonin hemmt, beziehungsweise verhindert, sind Displays einer der Störfaktoren, wenn es um erholsamen Schlaf geht. Erst bei wenig blauem Licht produziert die Zirbeldrüse in unserem Zwischenhirn Melatonin, also Schluss mit vor dem Fernseher/Laptop einschlafen!

 ·       Ein regelmäßiger Schlafrhythmus ist ebenfalls bedeutend, da sich euer Körper mit der Zeit daran gewöhnen kann 

 ·       Auf Alkohol und andere Drogen sollte möglichst verzichtet werden

 

 

Was passiert mit uns, wenn wir schlafen?

Kaum zu glauben, aber wenn wir schlafen, arbeitet unser Körper auf Hochtouren. Während des Schlafes verarbeiten und speichern wir alles, was wir über den Tag gelernt haben und speichern diese Informationen in unserem Langzeitgedächtnis. Also liebe KommilitonInnen, hört auf mit den Nachtschichten und setzt euch über den Morgen/Mittag an euer Zeug, davon profitiert ihr definitiv mehr! Unser Stoffwechsel arbeitet in der Nacht ebenso sehr hart und füllt unsere Energiespeicher wieder auf und produziert neue Proteine. Unser Immunsystem wird durch die vermehrte Anwesenheit von natürlichen Körperzellen, Antikörpern und speziellen Abwehrzellen im Blut gestärkt. Außerdem schüttet der Körper während des Schlafes Wachstumshormone aus, welche dem Körper zum Wachstum und zur Regeneration von Knochen, Muskeln und inneren Organen dienen.

 


 Welche Schlafphasen gibt es?

Der Schlafzyklus eines jeden Menschen beginnt mit der Einschlafphase. In dieser Phase befinden wir uns in einer Art oberflächlichem Schlaf, da dies der Übergang vom Wachzustand in den Schlaf ist. In der Einschlafphase kommt der Körper zur Ruhe, die Atmung und der Puls werden langsamer und regelmäßiger und die Muskulatur beginnt sich zu entspannen, was manchmal auch durch das jedem bekannte Muskelzucken deutlich wird.

Die zweite Phase ist der Leichtschlaf, welcher auch den größten Teil unseres Schlafzyklus ausmacht. In dieser Phase wird der Schlaf stabiler, ist aber trotzdem noch eher oberflächlich, da man durch relativ einfache Reize wie zum Beispiel Licht trotzdem noch aufwacht. Die Muskulatur entspannt sich noch mehr und auch hier kann es wieder zu dem bekannten Muskelzucken kommen, da das Gehirn und die Muskulatur nicht in gleicher Geschwindigkeit zur Ruhe kommen. Zudem ermüdet auch die Muskulatur im Gaumenbereich, was auch zum Schnarchen führen kann. Außerdem werden die Atmung und der Puls noch gleichmäßiger und die Körpertemperatur sinkt etwas ab.

Phase drei ist die Tiefschlafphase, bei welcher man sich, wie es der Name auch schon sagt, in einem tiefen Schlaf befindet und man durch äußere Reize nicht mehr so leicht zu wecken ist. Die Muskulatur entspannt sich noch mehr und das Gehirn, der Kreislauf und das Herz sinken auf das Minimum hinunter, was bedeutet, dass der Herzschlag und die Atmung langsamer werden. In dieser Phase werden ebenfalls die Wachstumshormone ausgeschüttet, welche wichtig für die Regeneration sind. Die Tiefschlafphase ist allgemein wichtig für die Regeneration, da dort wichtige Prozesse stattfinden, die unsere Körper wieder heilen und neu mit Energie füllen können.

Die vierte Phase ist der sogenannte REM-Schlaf (wird auch Traumschlaf genannt). Typisch für diese Phase sind die schnellen Augenbewegungen, welche man selbst durch die geschlossenen Lieder erkennen kann. Das Gehirn wird in der REM-Phase wieder sehr aktiv. Es verarbeitet die Geschehnisse vom Tag und lässt uns zudem sehr lebhaft träumen. In dieser Phase, liebe KommilitonInnen, finden die Lernprozesse statt, welche unser Gelerntes im Langzeitgedächtnis speichern. Die Muskelaktivität ist in dieser Phase so sehr herabgesetzt, dass man meinen könnte, man sei gelähmt. Dies dient allerdings als Schutzmechanismus, damit man die realistischen und intensiven Träume oder im schlechtesten Fall Alpträume nicht auslebt. Zudem wird die Atmung wieder schneller und Blutdruck und Herzfrequenz steigen wieder.



Haben ihr mit Schlafproblemen schon Erfahrungen gesammelt?


Leider gibt es Menschen und vielleicht habt ihr auch Erfahrungen damit gesammelt, die an Schlafproblemen leiden, doch was verbirgt sich dahinter? Unter einer Schlafstörung (Isomie) versteht man Betroffene, die Einschlaf- oder Durchschlafprobleme haben, der Schlaf keine richtige Erholung zulässt und sie sich deshalb müde und unausgeschlafen fühlen. In den folgenden Nächten ist ebenfalls keine Erholung gewährleistet, was die Lebensqualität erheblich beeinflusst.

Wie wir gesehen haben ist ein erholsamer Schlaf sehr wichtig für die körperliche und psychische Gesundheit, doch was können mögliche Gründe für eine Schlafstörung sein?
Chronische oder akute Schmerzen können einen davon abhalten, zur Ruhe zu kommen und einzuschlafen. Der Missbrauch von Drogen oder Alkohol kann ebenfalls zu körperlichen und psychischen Schmerzen und Unruhen führen. Die häufigste Ursache jedoch sind psychosoziale Faktoren wie beispielsweise Stress, Angst, Sorgen, Nöte, etc. In Deutschland fühlen sich etwa 73% der 30 bis 49 jährigen gestresst, was mit dem hohen Anspruch, den wir an uns selbst haben, oder den die Gesellschaft in uns auslöst, zu tun haben kann. In diesem Alter erleben berufstätige Eltern häufig eine Mehrfachbestattung und vergessen dadurch, auf ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu hören. Die eigenen Warnsignale des Körpers werden oft beiläufig oder zu spät wahrgenommen, was in der Folge zu depressiven Verstimmungen führen kann und ebenfalls die Schlafstörungen verstärkt.







Zusammenfassung


Zusammengefasst können wir nun sagen, dass ein guter und gesunder Schlaf die Grundlage für einen erfolgreichen Tag und ebenso für eine gute Gesundheit ist. Wenn wir ausgeschlafen sind, sind wir auf allen Ebenen belastbarer und können uns besser auf unsere Aktivitäten konzentrieren. Außerdem wird das Risiko reduziert, zu erkranken. Für uns StudentInnen ist es wichtig, dass wir unsere Materialien tagsüber lernen, um es über die Nacht hinweg zu speichern und am nächsten Tag wieder Neues aufnehmen zu können.

Also liebe LeserInnen, sorgt für einen guten Schlaf!

Wir hoffen sehr, dass wir euch mit unserem Beitrag etwas helfen und ihr euch etwas davon zu Herzen nehmen konntet. Sind euch die Informationen schon bekannt gewesen und werdet ihr in Zukunft mehr auf euren Schlafrhythmus achten? Lasst uns gerne über unsere Erfahrungen, Tipps und eure Eindrücke über den Blog Beitrag in den Kommentaren schreiben. 


Liebe Grüße


Theresa, Simeon und Kathrin



































Literatur:


https://www.mylaif.de/beschwerden/schlafprobleme?gclid=Cj0KCQiAz9ieBhCIARIsACB0oGIBRKaNhF5e8dPAc1vONrbob6J1N8hT5NThmgd2Cn6D8Z-A4KXGY0waAsnaEALw_wcB&gclsrc=aw.ds  (Zuletzt aufgerufen am 04.02.23)


https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/gesundes-leben/koerper-wissen/schlaf-warum-wir-ihn-brauchen#:~:text=Es%20unterst%C3%BCtzt%20die%20Erholung%20und,bei%20Erkrankungen%20ausreichend%20zu%20schlafen. (Zuletzt aufgerufen am 04.02.23)

 https://www.helios-gesundheit.de/magazin/gesunder-schlaf/news/schlafhygiene-8-wertvolle-tipps-zum-einschlafen/ (Zuletzt aufgerufen am 05.02.23)


https://www.orthomol.com/de-de/lebenswelten/schlaf/schlafzyklus-schlafphasen (Zuletzt aufgerufen am 05.02.23)



Bilder:

https://campushunter.de/sites/default/files/styles/karrieretipp_header/public/Hupprich_WS21_Bild_0.jpg?itok=Zd-5pmMM (05.02.23)


https://www.zimplynatural.de/unsere-schlafphasen/  (05.02.23)


https://www.envivas.de/magazin/gesundheitswissen/schlafprobleme/  (05.02.23)


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